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Wie Banken die Tragbarkeit einer Hypothek beurteilen

Bevor eine Bank eine Hypothek gewährt, prüft sie, ob die Kosten der Liegenschaft auf Dauer zu Ihrem Einkommen passen. Die Grundsätze dafür stehen in den Grundpfandrichtlinien der Bankiervereinigung. Die Zahlen setzt jede Bank selbst.

Ein Verhältnis in Prozent

Bei selbst bewohntem Wohneigentum ist die Tragbarkeit grundsätzlich das Verhältnis zwischen den dauerhaften Ausgaben für die Liegenschaft und dem dauerhaft verfügbaren Einkommen.

Was als dauerhaft gilt

Einnahmen und Ausgaben zählen, wenn sie mittelfristig und mit angemessener Wahrscheinlichkeit angenommen werden können. Wie eine Bank mit fixem und variablem Lohn, Vermögenserträgen, Renten und Nebeneinkommen umgeht, regelt sie intern.

Ein zweites Einkommen

Es wird grundsätzlich nur angerechnet, wenn eine Solidarschuldnerschaft besteht, beide also für die ganze Hypothek haften.

Was auf der Kostenseite steht

Zinsen, Amortisation und Nebenkosten der Liegenschaft, dazu weitere wesentliche Verpflichtungen wie Alimente oder Raten für Privatkredite. Diese zieht die Bank entweder vom Einkommen ab oder rechnet sie zu den Ausgaben.

Der kalkulatorische Zinssatz

Er soll vorsichtig ermittelt werden, und die Bank darf dafür langfristige Mittelwerte heranziehen. Welcher Satz gilt und welches Verhältnis zwischen Kosten und Einkommen höchstens zulässig ist, legt jede Bank in ihren internen Regeln fest. Deshalb gibt der Rechner beides nicht vor.

Wann neu gerechnet wird

Die Bank bestimmt, in welchen Abständen oder bei welchen Ereignissen sie Bonität und Tragbarkeit erneut beurteilt. Wird eine Hypothek erhöht, braucht es einen formellen Kreditentscheid.